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Carmen Casty

PRE$TIGE
Ausstellung vom 29. Mai bis 19. Juni 2010
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Unter dem Titel PRE$TIGE zeigt der Kunstraum Sandra Romer Werke von Carmen Casty. Die ursprünglich aus Trin stammende Künstlerin lebt und arbeitet gegenwärtig in Zürich. Zu sehen sind grossformatige Schwarzweiss-Fotografien, die auf den ersten Blick tätowierte Körper abbilden. Die Ornamente sind jedoch nicht in die Haut eingeritzt, sondern von der Künstlerin auf die Körperteile projiziert worden. Die Sujets der Körperzeichnungen sind Arrangements aus unzähligen Dollarzeichen. Die Arbeit nimmt unter anderem Fragen in Bezug auf Körper, Schmuck, Reichtum und Image auf und evoziert Zusammenhänge – offenkundige und latente – zwischen den Themenkreisen Geld, Macht und Anerkennung. Ausserdem zeigt Carmen Casty die Arbeit „Protest“, eine Videoinstallation, die während eines Atelieraufenthaltes in Island entstanden ist.

Annatina Graf

Ausstellung vom 13. März bis 10. April 2010
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In ihrer zweiten Einzelausstellung im Kunstraum Sandra Romer zeigt Annatina Graf neue Arbeiten. Die in Chur aufgewachsene Künstlerin, die seit mehreren Jahren in Solothurn lebt und arbeitet, präsentiert unter dem Titel abheben Bilder (Acryl auf Leinwand), auf denen sie jene seltenen Momente im Leben einfriert, die sich zwischen Himmel und Erde, zwischen Bewusstsein und Traum, zwischen Loslösung und Bewusstwerdung bewegen.

Künstlerische Intervention in Pontresina

PASSAGE
Rauminstallation von Manuel Kämpfer & Toni Parpan


14. Februar - 14. März 2010
Via Maistra 138, Pontresina


Bild Passage
Während der Wintermonate hat der KunstraumSandraRomer ein Projekt im Engadin realisiert. Zwei junge Künstler - der Bündner Toni Parpan sowie der aus Bern stammende Manuel Kämpfer - haben von Oktober bis Februar mitten in Pontresina, gegenüber dem Kultur- und Kongresszentrum Rondo, ein leer stehendes zweistöckiges Haus bewohnt und dieses in ein Kunstwerk verwandelt.

Unter dem Titel „Passage" ist eine begehbare Installation entstanden. Ausgangspunkt dieser Arbeit bilden diverse Materialien, welche die Künstler mittels einer Sammelaktion in Pontresina zusammengetragen haben. Die Gegenstände wurden ihrem Zweck entfremdet und als Baumaterial verwertet. Die Installation, die je nach Tageslicht ihre Wirkung ändert, ist Kindheitserinnerung, Baumhaus, Höhle, Kathedrale, Parcours. Das Werk widersetzt sich bewusst geläufigen Vorstellungen oder gar Trends, symbolisiert vielleicht jenen ersehnten Ort, der nichts fordert, sondern der sich aus gebauten Gedanken zusammensetzt und sich selbst ist.

Handarbeit 31.10 - 21.11.09

Sandra Rau (*1969) und Patrick Steffen (*1969) leben in Basel und haben ein gemeinsames Atelier in Hégenheim/F. Obwohl sie nicht im engeren Sinn zusammenarbeiten, ist ihr Schaffen gegenseitig beeinflusst; Inspiration und neue Ideen entspringen oft dem alltäglichen Austausch. Gemeinsam ist beiden das Interesse für Handwerk. Dies darf durchaus in einem etwas altmodischen Sinne verstanden werden. In ihren Arbeiten greifen sie oft auf traditionelle Techniken wie Häkeln oder Scherenschnitt zurück. Sie tun dies sowohl mit Wertschätzung wie auch ironischer Distanz. Der Umstand, dass diese Techniken "belastet" sind, motiviert, in persönliches Neuland vorzustossen, die Grenzen des Materials auszuloten, das Material aber auch selbst sprechen zu lassen.
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Raumbezogene Installation, 2009. Der Vorhang Nr. 2 wurde von Patrick Steffen eigens für den Kunstraum geschaffen. Der Rapport ist frei entworfen: Die ornamentalen Elemente sind Fahrspuren von Autoreifen nachempfunden, orientieren sich aber gleichzeitig an traditionellen Vorhangmustern. Das saubere Weiss des Papiers strahlt an einem ehemals schmutzigen Ort: Der Kunstraum war vorher eine Autowerkstatt.

Gianin Conrad 12.09 - 03.10.09

Gianin Conrad, 1979 in Chur geboren, zeigt im Rahmen seiner zweiten Einzelausstellung im Kunstraum Sandra Romer wiederum installative Arbeiten, welche die materielle und formale Präsenz von vermeintlich Bekanntem in Frage stellen. Seine dreidimensionalen Arbeiten – aus Klappmetern hergestellte Bilder, die an der Wand hängen ebenso wie ein in den Raum gestelltes, massiv gebautes Treppenelement aus Keramikplatten – untersuchen den Blick des Betrachters. Gewohnte Sehmechanismen werden im Dialog mit Conrads Raumkonstruktionen in Frage gestellt, die Positionen des Betrachters zum Objekt hinterfragt.

Echo Magique 27.06 - 23.08.09

Vier junge Schweizer Künstlerinnen reflektieren das Werk von Niki de Saint Phalle. Mit: Athene Galiciadis, Karen Geyer, Michelle Grob, Barbara Müller

Ausstellung vom 27. Juni bis 23. August 2009

Im Rahmen von Niki & friends, ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Churer Ausstellungsforen (www.niki-chur.ch)

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Im Kunstraum Sandra Romer reagieren unter dem Titel ECHO MAGIQUE vier junge Schweizer Künstlerinnen auf das Werk von Niki de Saint Phalle. Athene Galiciadis aus Zürich wird ihre eigenwilligen skulpturalen Arbeiten vorstellen. Die in New York und Zürich lebende Karen Geyer arbeitet Reminiszenzen an die in New York aufgewachsene Niki de Saint Phalle in ihre Soundinstallationen ein. Michelle Grob lässt sich für ihre Videoarbeiten von den legendären Schiessbildern und der von den Nouveau Realistes verfolgten Aktionskunst inspirieren. Die Fotografin Barbara Müller entdeckt in ihrer Arbeit ebenfalls Analogien zu den Schiessbildern und reflektiert das Erbe der Künstlerin in Form einer Dia-Collage.

Athene Galiciadis (*1978) lebt in Lausanne und Zürich. Sie studierte Bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und an der Ecole cantonale d'art de Lausanne (ECAL). 2007 gewann sie den Preis der Ernest Manganel Stiftung, 2008 den Werkbeitrag der Stadt Zürich. Galiciadis hat an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen.

Karen Geyer (*1976 in Konstanz D) studierte an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und lebt heute in New York und Zürich. Im Jahr 2007 hat sie den Werkbeitrag des Kantons Zürich, 2008 das Bundesstipendium und 2008/09 das New York Atelier der Stadt Zürich erhalten.

Michelle Grob (*1980 in Wil) studierte an der Hochschule Luzern (HSLU) Design & Kunst und lebt heute mit Unterbrüchen in Luzern. Im Jahr 2007 erhielt sie den Werkbeitrag des Kantons St. Gallen und 2008 dessen Atelierstipendium in Rom. Für dieses Jahr wurde ihr das Atelierstipendium des Istituto Svizzero in Roma zugesprochen.

Barbara Müller (*1972 in Schaffhausen) studierte Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste und besucht gegenwärtig die Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel (Master of Fine Arts). Im Herbst 2009 wird sie für ein Gastsemester am Goldsmith College in London weilen. Barbara Müller erhielt im Jahr 2005 den Adolf Dietrich Förderpreis der Kunstgesellschaft Thurgau, 2007 den Photoforum-Preis des Photoforums PasquArt Biel.


Half Forgotten Dreams 07.03.-04.04.09

waiting for darkness
Die in London lebende Künstlerin Monica Ursina Jäger zeigt im Kunstraum Sandra Romer in Chur ihre neuesten Werke. Mit dem Kanton Graubünden ist die 1974 in Thalwil geborene Künstlerin durch ihren Bürgerort Peist verbunden. In jüngster Zeit zieht Monica Ursina Jäger mit ihren grossformatigen Tuschezeichnungen das Interesse von Museen und Sammlern auf sich. Ein spannendes Werk, das es zu entdecken gilt.
Die grossformatigen Bilder von Monica Ursina Jäger, meist Tuschezeichnungen auf Papier, verfügen über eine verstörende Schönheit. Die oftmals apokalyptisch anmutenden Szenerien, welche die junge Künstlerin vor meist dunklem Hintergrund akribisch genau und somit schonungslos vor unseren Augen aufbaut, irritieren den Betrachter. Die Werke ziehen dank der einzigartigen und verblüffenden Vermischung von Natur und Technik, von Ästhetik und Zerfall, unweigerlich in ihren Bann. Das Interesse von Jäger gilt denn auch stark der Frage, wie die durch diverse Umwelteinflüsse sich ständig verändernde Umgebung dargestellt und wahrgenommen werden kann.
Das Thema der oftmals eruptiven Zerstörung, welche die meisten der von Jäger geschaffenen imaginären Welten aufnehmen, lässt als Reaktion immer auch den Wunsch nach Versöhnung und Hoffnung aufkommen. Aus dieser Ambivalenz erwächst die Kraft, welche diesen Bildern innewohnt.
Die Darstellung der unaufhaltsamen Zerstörung von Natur und Umwelt zieht unvermeidlich auch Fragen vom Umgang des Menschen mit seinem Lebensraum nach sich. Diese politische Botschaft ist klar, wirkt aber nicht aufdringlich. Denn indem Jäger geschickt mit der Auflösung von Realität und Fiktion arbeitet und die verwischenden Grenzen zwischen authentischen Bildern und kulturell angeeigneten Metaphern aufzeigt, schafft sie eine Distanz, dank der die den Bildern innewohnende kritische Komponente umso stärker nachwirkt.
Neben den Tuschezeichnungen sind in Chur auch Werke der neuesten Serie „Half Forgotten Dreams“ zu sehen, für welche Jäger ausrangierte Fernsehgeräte benutzt. In die daraus entnommenen Bildröhren ritzt die Künstlerin stechend scharfe Zeichnungen. Auf den ersten Blick erwartet der Betrachter ein konventionelles Fernsehbild auf dem Monitor, bis er sich der statischen Qualität desselben gewahr wird. Dabei bedient sich die Künstlerin für diese Werkgruppe bewusst eines allgemein bekannten Bildrepertoires und untersucht auch hier – wenn sie etwa die legendäre Mondlandung auf den „leblosen“ Bildröhren nacherzählt – die verwischenden Grenzen von Realität und Fiktion. Schliesslich erlauben diese halbvergessenen Träume jedem Betrachter einen sehr persönlich gefärbten und wohl auch melancholischen Rückblick und erinnern daran, auf welche Weise die Medien magische Momente vermittelt und unsere Wahrnehmung dieser historischen Ereignisse massgeblich mitgeprägt haben.

Transformationen 29.08 - 27.09.08

Annatina Graf, Elisabeth Payer, Enna Salis, Lydia Wilhelm

In der ersten Gruppenausstellung im KunstraumSandraRomer werden unter dem Titel „Transformationen“ vier Positionen gezeigt, die sich formal und inhaltlich auf verschiedenen Ebenen mit Umwandlungsprozessen auseinandersetzen. Annatina Graf schafft mit ihren Bildern aus dem Zyklus „Blütezeit“ Bezug zum Thema, indem sie einen physischen Schwebezustand – die Verwandlung von Mädchen in junge Frauen – in ein schemenhaftes Licht rückt. Enna Salis zeigt mit ihren Lithographien, wie sich ursprünglich technisch definierte Vorlagen nach einem mehrteiligen Arbeitsprozess in faszinierende Kryptogramme verwandeln. Die Veränderungen von Natur und Landschaft nehmen die Arbeiten von Elisabeth Payer und Lydia Wilhelm auf. Während sich ElisabethPayer seit Jahren intensiv mit dem Thema Wald beschäftigt und Nuancen von Licht und Stimmungen in vielschichtigen Zeichnungen festhält, inszeniert Lydia Wilhelm auf dem Boden im Schopf eine aus Kohle bestehende, sich durch Ausseneinwirkung stetig verändernde und schliesslich vergängliche Landschaft.

Annatina Graf. Blütezeit. 2008. Acryl auf Leinwand. 50 x 40 cm.
Annatina Graf. Blütezeit. 2008. Acryl auf Leinwand. 50 x 40 cm.