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Miguel Verme
Inneralpine Barockaltäre
Ausstellung vom 29. Oktober bis 19. November 2011
Nach dem grossen Erfolg der Ausstellung „9 Täler Graubündens“ zeigt Miguel Verme unter dem Titel „Inneralpine Barockaltäre“ erneut grossformatige Fotografien, bei welchen die Liturgie gegenüber der Ästhetik in den Hintergrund tritt.
Lydia Wilhelm
État physique
Ausstellung vom 27. August bis 17. September 2011
Lydia Wilhelm hat schon an zwei Gruppenausstellungen im Kunstraum mitgewirkt. In dieser ersten Einzelpräsentation zeigt die Künstlerin Zeichnungen, eine Installation, Radierungen sowie Druckgraphiken.
Eri Tsutsumy
Hitori (Allein)
Ausstellung vom 18.-19. Juni 2011Eri Tsutsumy ist (*1984 in Fukuoka, Japan) lebt seit 2007 in Chur. Im Rahmen dieser 3-tägigen
Sonderausstellung zeigt sie unter dem Titel Hitori (Allein) ihre neuen Werke im Kunstraum.
Jonas Etter
Posters
Ausstellung vom 7. Mai bis 28. Mai 2011In seiner ersten Einzelausstellung im Kanton Graubünden greift Jonas Etter (*1981 in Bern) mit einer mehrteiligen Installation in die gewohnte Funktionsweise des Kunstraums ein.
Gian Michelle Grob
Homestories
Ausstellung vom 12. März bis 9. April 2011
Bereits zum zweiten Mal zeigt Gian Michelle Grob, 1980 in Wil geboren und mittlerweile in Luzern wohnhaft,ihre Arbeiten in einer Einzelausstellung im Kunstraum Sandra Romer. Nach einem längeren Aufenthalt in Rom (Atelierstipendium Istituto Svizzero) und vor ihrer Abreise nach Chicago, wo die Künstlerin das Atelier der Städtepartnerschaft Luzern-Chicago in Anspruch nehmen wird, zeigt Grob unter dem Titel Homestories ihre eigenwilligen Häkelbilder sowie Collagen aus Gobelins. Einen wichtigen Teil der Schau bilden auch die Videoarbeiten, in welchen die Künstlerin stets selber als Protagonistin wirkt.
Kopf oder Zahl
Carmen CastyGianin Conrad
Annatina Graf
Monica Ursina Jäger
Lydia Wilhelm
Ausstellung vom 4. Dezember 2010 bis 8. Januar 2011
Im Kunstraum Sandra Romer werden fünf Positionen präsentiert. Carmen Casty hat sich mit eindringlichen fotografischen Arbeiten und Videoinstallationen einen Namen gemacht. Auch in Chur wird sie mit einer Videoarbeit vertreten sein, die sich auf poetische Weise mit der Beziehung Mensch und Natur auseinandersetzt. Gianin Conrad, der seine raumgreifenden Installationen und aus Klappmetern gebauten Tafelbilder bereits in zwei Einzelausstellungen im Kunstraum präsentiert hat, wird mit seinen Interventionen ein weiteres Mal Objekte und Ort verflechten und das Publikum auffordern, die materielle und formale Präsenz von scheinbar Bekanntem neu zu entdecken. Annatina Graf zeigt Bilder aus der neuen Serie „Another World“. Dank der von der Künstlerin in den vergangen Jahren stets weiter entwickelten Maltechnik – Graf trägt mit weisser Acrylfarbe schemenhafte Umrisse auf silbrig grundierte Leinwand auf – entstehen malerische Metaphern für aussergewöhnliche menschliche Bewusstseinszustände, die nie voyeuristisch, sondern subtil und emphatisch sind.
Monica Ursina Jäger bedient sich für ihre Arbeiten der „natürlich-gewachsenen“, konstruierten und gebauten Umgebung und Lebenswelt des Menschen. Für ihre Bildserie „Amnesia“ wurden von der Künstlerin Ikonen der architektonischen Moderne in prototypische Landschaften gebrannt. Das Gebäude ist eine Leerstelle im Bild, nur noch in seinem Umriss erkennbar. Die Versatzstücke der Moderne werden jedoch nicht dekonstruiert, sondern sind mit einer physischen Sinnlichkeit noch immer präsent. Obwohl Lydia Wilhelm in ihrem bisherigen Schaffen mit verschiedenen Medien experimentiert hat, kristallisiert sich in jüngster Zeit eine Konzentration auf die Zeichnung ab. Hier experimentiert Wilhelm konsequent mit der Darstellung von Landschaft, abstrahiert sie, zersetzt sie und thematisiert auf diese Weise nicht zuletzt die Vergänglichkeit.
Christina Peretti
walk of lines – Spurensuche im Kristall
Ausstellung vom 30. Oktober bis 20. November 2010
Steine erzählen Geschichten, Kristalle bergen Zeichnungen in sich: Diese Vorgaben bilden Ausgangspunkt für die Arbeit von Christina Peretti. Ziel der Arbeit ist es, eine Vernetzung der Geologie mit der Kunst zu schaffen, sodass ein Kunstbetrachter möglicherweise eine Zeichnung in der Natur erkennt oder ein Strahler seine Kristallobjekte gar als Kunst betrachtet. In ihrer für Chur erarbeiteten Arbeit „walk of lines“ holt Peretti die gespeicherten, geologischen Linien, welche von erdgeschichtlichen Ereignissen erzählen, aus dem Gestein hervor und überträgt sie in eine künstlerische Linienform. Somit entsteht eine Überlagerung von genau beobachteten Linien mit persönlichen Assoziationen und Erinnerungen.
Zeichnung
Mit Othmar Eder, Monica Ursina Jäger, Miriam Sturzenegger
Ausstellung vom 4. September bis 2. Oktober 2010
Nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Motiv der Berge, finden sich bei Othmar Eder in jüngster Zeit vermehrt von Menschen und Tieren belebte Zeichnungen. Sie sind voller Ambivalenz und lösen – wie beim Bild Zwei Frauen – im Betrachter spontan und eindringlich Gefühle der Anteilnahme aus. Unnachgiebig rollen diese enigmatischen Bilder eine Geschichte auf und werden als Teil eines Ereignisses wahrgenommen, das sich uns entgegen stellt und dem wir uns – selbst wenn wir wollten – nicht entziehen können.
Miriam Sturzenegger hat im Kunstraum einen weissen begehbaren Raum geschaffen. Der Besucher dieses Raumes wähnt sich in einer Landschaft, die das Weiss in all seinen Schattierungen wieder gibt, je nach Lichteinfall beeinflussen leicht schimmernde Rot- oder Blautöne die Atmosphäre der Installation. Die verwendeten Bretter stehen vor der Verarbeitung längere Zeit im Atelier, weisen bereits Gebrauchsspuren auf und verbinden sich in subtiler Weise mit den wenigen Zeichnungen auf Papier, welche die Künstlerin in die Wände einfügt. Auch in den Zeichnungen erkennen wir die konsequente Reduktion, die sich hier in wenigen feinen und doch markanten Linien manifestiert.
Die grossformatigen Tuschezeichnungen von Monica Ursina Jäger stellen ambivalente, meist unbevölkerte Landschaften dar und thematisieren das Spannungsfeld der unterschiedlich determinierten Auffassungen von Natur, Landschaft und Architektur als sozial, gesellschaftlich und kulturell aufgeladene Raumkonstruktionen. Mit ihrem Werk beschreibt die Künstlerin den postmodernen Zustand des Paradoxen, der Desintegration und der Auflösung von beständigen und verlässlichen Werten.
Carmen Casty
PRE$TIGEAusstellung vom 29. Mai bis 19. Juni 2010
Annatina Graf
Ausstellung vom 13. März bis 10. April 2010
Künstlerische Intervention in Pontresina
PASSAGERauminstallation von Manuel Kämpfer & Toni Parpan
14. Februar - 14. März 2010
Via Maistra 138, Pontresina
Unter dem Titel „Passage" ist eine begehbare Installation entstanden. Ausgangspunkt dieser Arbeit bilden diverse Materialien, welche die Künstler mittels einer Sammelaktion in Pontresina zusammengetragen haben. Die Gegenstände wurden ihrem Zweck entfremdet und als Baumaterial verwertet. Die Installation, die je nach Tageslicht ihre Wirkung ändert, ist Kindheitserinnerung, Baumhaus, Höhle, Kathedrale, Parcours. Das Werk widersetzt sich bewusst geläufigen Vorstellungen oder gar Trends, symbolisiert vielleicht jenen ersehnten Ort, der nichts fordert, sondern der sich aus gebauten Gedanken zusammensetzt und sich selbst ist.
Handarbeit 31.10 - 21.11.09
Sandra Rau (*1969) und Patrick Steffen (*1969) leben in Basel und haben ein gemeinsames Atelier in Hégenheim/F. Obwohl sie nicht im engeren Sinn zusammenarbeiten, ist ihr Schaffen gegenseitig beeinflusst; Inspiration und neue Ideen entspringen oft dem alltäglichen Austausch. Gemeinsam ist beiden das Interesse für Handwerk. Dies darf durchaus in einem etwas altmodischen Sinne verstanden werden. In ihren Arbeiten greifen sie oft auf traditionelle Techniken wie Häkeln oder Scherenschnitt zurück. Sie tun dies sowohl mit Wertschätzung wie auch ironischer Distanz. Der Umstand, dass diese Techniken "belastet" sind, motiviert, in persönliches Neuland vorzustossen, die Grenzen des Materials auszuloten, das Material aber auch selbst sprechen zu lassen.
Raumbezogene Installation, 2009. Der Vorhang Nr. 2 wurde von Patrick Steffen eigens für den Kunstraum geschaffen. Der Rapport ist frei entworfen: Die ornamentalen Elemente sind Fahrspuren von Autoreifen nachempfunden, orientieren sich aber gleichzeitig an traditionellen Vorhangmustern. Das saubere Weiss des Papiers strahlt an einem ehemals schmutzigen Ort: Der Kunstraum war vorher eine Autowerkstatt.
Gianin Conrad 12.09 - 03.10.09
Gianin Conrad, 1979 in Chur geboren, zeigt im Rahmen seiner zweiten Einzelausstellung im Kunstraum Sandra Romer wiederum installative Arbeiten, welche die materielle und formale Präsenz von vermeintlich Bekanntem in Frage stellen. Seine dreidimensionalen Arbeiten – aus Klappmetern hergestellte Bilder, die an der Wand hängen ebenso wie ein in den Raum gestelltes, massiv gebautes Treppenelement aus Keramikplatten – untersuchen den Blick des Betrachters. Gewohnte Sehmechanismen werden im Dialog mit Conrads Raumkonstruktionen in Frage gestellt, die Positionen des Betrachters zum Objekt hinterfragt.Echo Magique 27.06 - 23.08.09
Vier junge Schweizer Künstlerinnen reflektieren das Werk von Niki de Saint Phalle. Mit: Athene Galiciadis, Karen Geyer, Michelle Grob, Barbara MüllerAusstellung vom 27. Juni bis 23. August 2009
Im Rahmen von Niki & friends, ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Churer Ausstellungsforen (www.niki-chur.ch)
Im Kunstraum Sandra Romer reagieren unter dem Titel ECHO MAGIQUE vier junge Schweizer Künstlerinnen auf das Werk von Niki de Saint Phalle. Athene Galiciadis aus Zürich wird ihre eigenwilligen skulpturalen Arbeiten vorstellen. Die in New York und Zürich lebende Karen Geyer arbeitet Reminiszenzen an die in New York aufgewachsene Niki de Saint Phalle in ihre Soundinstallationen ein. Michelle Grob lässt sich für ihre Videoarbeiten von den legendären Schiessbildern und der von den Nouveau Realistes verfolgten Aktionskunst inspirieren. Die Fotografin Barbara Müller entdeckt in ihrer Arbeit ebenfalls Analogien zu den Schiessbildern und reflektiert das Erbe der Künstlerin in Form einer Dia-Collage.
Athene Galiciadis (*1978) lebt in Lausanne und Zürich. Sie studierte Bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und an der Ecole cantonale d'art de Lausanne (ECAL). 2007 gewann sie den Preis der Ernest Manganel Stiftung, 2008 den Werkbeitrag der Stadt Zürich. Galiciadis hat an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen.
Karen Geyer (*1976 in Konstanz D) studierte an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und lebt heute in New York und Zürich. Im Jahr 2007 hat sie den Werkbeitrag des Kantons Zürich, 2008 das Bundesstipendium und 2008/09 das New York Atelier der Stadt Zürich erhalten.
Michelle Grob (*1980 in Wil) studierte an der Hochschule Luzern (HSLU) Design & Kunst und lebt heute mit Unterbrüchen in Luzern. Im Jahr 2007 erhielt sie den Werkbeitrag des Kantons St. Gallen und 2008 dessen Atelierstipendium in Rom. Für dieses Jahr wurde ihr das Atelierstipendium des Istituto Svizzero in Roma zugesprochen.
Barbara Müller (*1972 in Schaffhausen) studierte Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste und besucht gegenwärtig die Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel (Master of Fine Arts). Im Herbst 2009 wird sie für ein Gastsemester am Goldsmith College in London weilen. Barbara Müller erhielt im Jahr 2005 den Adolf Dietrich Förderpreis der Kunstgesellschaft Thurgau, 2007 den Photoforum-Preis des Photoforums PasquArt Biel.
Half Forgotten Dreams 07.03.-04.04.09
Die grossformatigen Bilder von Monica Ursina Jäger, meist Tuschezeichnungen auf Papier, verfügen über eine verstörende Schönheit. Die oftmals apokalyptisch anmutenden Szenerien, welche die junge Künstlerin vor meist dunklem Hintergrund akribisch genau und somit schonungslos vor unseren Augen aufbaut, irritieren den Betrachter. Die Werke ziehen dank der einzigartigen und verblüffenden Vermischung von Natur und Technik, von Ästhetik und Zerfall, unweigerlich in ihren Bann. Das Interesse von Jäger gilt denn auch stark der Frage, wie die durch diverse Umwelteinflüsse sich ständig verändernde Umgebung dargestellt und wahrgenommen werden kann.
Das Thema der oftmals eruptiven Zerstörung, welche die meisten der von Jäger geschaffenen imaginären Welten aufnehmen, lässt als Reaktion immer auch den Wunsch nach Versöhnung und Hoffnung aufkommen. Aus dieser Ambivalenz erwächst die Kraft, welche diesen Bildern innewohnt.
Die Darstellung der unaufhaltsamen Zerstörung von Natur und Umwelt zieht unvermeidlich auch Fragen vom Umgang des Menschen mit seinem Lebensraum nach sich. Diese politische Botschaft ist klar, wirkt aber nicht aufdringlich. Denn indem Jäger geschickt mit der Auflösung von Realität und Fiktion arbeitet und die verwischenden Grenzen zwischen authentischen Bildern und kulturell angeeigneten Metaphern aufzeigt, schafft sie eine Distanz, dank der die den Bildern innewohnende kritische Komponente umso stärker nachwirkt.
Neben den Tuschezeichnungen sind in Chur auch Werke der neuesten Serie „Half Forgotten Dreams“ zu sehen, für welche Jäger ausrangierte Fernsehgeräte benutzt. In die daraus entnommenen Bildröhren ritzt die Künstlerin stechend scharfe Zeichnungen. Auf den ersten Blick erwartet der Betrachter ein konventionelles Fernsehbild auf dem Monitor, bis er sich der statischen Qualität desselben gewahr wird. Dabei bedient sich die Künstlerin für diese Werkgruppe bewusst eines allgemein bekannten Bildrepertoires und untersucht auch hier – wenn sie etwa die legendäre Mondlandung auf den „leblosen“ Bildröhren nacherzählt – die verwischenden Grenzen von Realität und Fiktion. Schliesslich erlauben diese halbvergessenen Träume jedem Betrachter einen sehr persönlich gefärbten und wohl auch melancholischen Rückblick und erinnern daran, auf welche Weise die Medien magische Momente vermittelt und unsere Wahrnehmung dieser historischen Ereignisse massgeblich mitgeprägt haben.
Transformationen 29.08 - 27.09.08
Annatina Graf, Elisabeth Payer, Enna Salis, Lydia Wilhelm
In der ersten Gruppenausstellung im KunstraumSandraRomer werden unter dem Titel „Transformationen“ vier Positionen gezeigt, die sich formal und inhaltlich auf verschiedenen Ebenen mit Umwandlungsprozessen auseinandersetzen. Annatina Graf schafft mit ihren Bildern aus dem Zyklus „Blütezeit“ Bezug zum Thema, indem sie einen physischen Schwebezustand – die Verwandlung von Mädchen in junge Frauen – in ein schemenhaftes Licht rückt. Enna Salis zeigt mit ihren Lithographien, wie sich ursprünglich technisch definierte Vorlagen nach einem mehrteiligen Arbeitsprozess in faszinierende Kryptogramme verwandeln. Die Veränderungen von Natur und Landschaft nehmen die Arbeiten von Elisabeth Payer und Lydia Wilhelm auf. Während sich ElisabethPayer seit Jahren intensiv mit dem Thema Wald beschäftigt und Nuancen von Licht und Stimmungen in vielschichtigen Zeichnungen festhält, inszeniert Lydia Wilhelm auf dem Boden im Schopf eine aus Kohle bestehende, sich durch Ausseneinwirkung stetig verändernde und schliesslich vergängliche Landschaft.